25.11.10

Zitat des Tages: "Nie wieder Schnee". Erinnerung an eine Prognose von Mojib Latif. Nebst einem Tip für die Bundestagsfraktion der Partei "Die Grünen"

In Deutschland gehören klirrend kalte Winter der Vergangenheit an: "Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben", sagt der Wissenschaftler Mojib Latif vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie.

Aus "Spiegel-Online" vom 1. 4. 2000. Überschrift: "Winter ade - Nie wieder Schnee?"


Kommentar: Es gibt zwei Anlässe, dieses Zitat in Erinnerung zu rufen.

Zum einen das zehnjährige Jubiläum der Prognose von Latif. Jetzt, wo der Winter naht, haben wir Gelegenheit, zu erleben, wie sich Latifs Vorhersage auch dieses Jahr wieder bestätigen wird. Er hatte sie damals streng wissenschaftlich begründet:
"Durch den Einfluss des Menschen werden die Temperaturen bei uns mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent noch weiter steigen", meint Latif. Wegen dieses so genannten Treibhauseffekts wird es in Mittel- und Nordeuropa künftig mehr Westwindlagen geben. Das hätte wiederum regenreiche und noch mildere Winter zur Folge.
Schaun wir mal.

Der zweite Anlaß hat mit dem Ort zu tun, an dem ich den Hinweis auf dieses Zitat gefunden habe: In einem Artikel von Wolfgang Müller beim Berlin Manhattan Institut. Dieser Artikel schließt mit dem Hinweis auf eine bemerkenswerte Konferenz Anfang Dezember: Eine Klima-Konferenz, auf der Fachleute die globale Erwärmung und ihre Standard-Erklärung durch das IPCC kritisch diskutieren werden.

Das Programm der Konferenz finden Sie hier; wenn Sie nach unten scrollen, können Sie lesen, durch welche wissenschaftlichen Arbeiten die Referenten ausgewiesen sind.

Vielleicht sollte die Bundestagsfraktion der Partei "Die Grünen" eine kleine Delegation zu dieser Konferenz schicken. Diese Fraktion hat ja die Bundesregierung allerlei zur Klimaforschung gefragt (siehe Die Grünen und die Freiheit der Wissenschaft; ZR vom 12. 11. 2010). Unter anderem fragte sie:
Gibt es nach Ansicht der Bundesregierung überhaupt eine wissenschaftliche Diskussion darüber, ob der Klimawandel stattfindet und ob der Mensch einen entscheidenden Einfluss auf diesen hat?
Statt nach der "Ansicht" der Bundesregierung zu einer Frage der Faktizität zu fragen, sollten diese Grünen ihren Laptop mitbringen und fleißig mitschreiben. Und damit sie auch hinfinden, hier die Daten:
3. Internationale Energie- und Klimakonferenz (IEKK)

Ort:
Maritim ProArte, Friedrichstraße 151, 10117 Berlin Mitte

Veranstaltungszeit:
Beginn Freitag, 3.12.10, 14.00 Uhr; Ende ca. 20.00 Uhr
Beginn Samstag, 4.12.10, 8.30 Uhr; Ende ca. 16.00 Uhr
Bezahlen müßte die Delegation der "Grünen" 120 Euro pro Person. Dafür gibt es neben den Tagungsunterlagen und natürlich der Teilnahme an den Vorträgen auch noch den Nachmittagskaffee und das Abendessen am Freitag; den Vormittagskaffee, das Mittagessen und einen Sektempfang am Samstag.

Gelegenheit genug also, sich auch im Gespräch am Rande mit der Erkenntnis vertraut zu machen, daß es "überhaupt eine wissenschaftliche Diskussion" über die Frage der globalen Erwärmung und die Theorie eines Treibhauseffekts gibt.



© Zettel. Für Kommentare bitte hier klicken.

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